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Geschrieben von: Havas-Odala   
Dienstag, den 14. Juli 2009 um 18:22 Uhr

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Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg

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Treue Freunde!
Wer kann unsre Seele töten wer das junge Blut verderben!
Klingt der Baum in Sturmesnöten,rinnt der Stamm aus offnen Kerben:
Tief im Boden tausend Streben,eng geschlungen,
in die schwere Deutsche Erde hart gedrungen hält die Wurzel und saugt Leben.
Wer kann unsre Herzen zwingen,wer die hellen Augen blenden!
Not lehrt deine Pulse singen,Not wird deine Blicke wenden
tief in dich,wo tausend Streben eng geschlungen,
in die Deutsche Erde hart gedrungen deines Blutes Wurzeln leben.
Wer kann unsre Hände binden,wer den Flammengeist vernichten!
Unser Werk wird Freiheit finden,wird die bange Nacht durchlichten.
Bodentreu,durch tausend Streben,eng geschlungen,in die schwere Deutsche Erde
hart gedrungen quillt uns Leben unser Leben!
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De stella et adventu magorum
Der Stern und die Ankunft der Weisen
Niemanden gibt’s in dieser Welt,der alles das vereint erzählt,welch Wunder wurden Offenbar,da Christ der Herr geboren war.
Weil ich darüber nun noch nicht bis jetzt abstattete Bericht,Muß ich an dieser Stelle nun aus freien Stücken es wohl tun.
Als Christ der Herr kam auf die Erde,doch davon ich jetzt schweigen werde.
Damit sich freute allerwärts bei Christi Ankunft jedes Herz,
Das zu erretten es gelang die Welt vom ewigen Untergang,
Wohin sich neigte schon die Zeit,da hat sie Christ der Herr befreit,
Da kamen Leute in das Land von Osten, denen war bekannt
der Sonne und der Sterne Lauf;denn all ihr Sinnen ging darauf.
Nun fragten diese nach dem Kind bei der Gelegenheit geschwind,
und kündeten zugleich die Märe,das dieses Kind der König wäre,
und Forschten eifrig immer fort nach dieses Knaben Heimatort.
Mit stetem Bitten und mit Fragen,man möcht' es ihnen doch ja sagen.
Und auch die Wegfahrt zeigen an,auf der zum Kind man kommen kann.
Nun sprachen sie auch von dem Zeichen,das seltsam war und ohnegleichen,
Das hier von einer Jungfrau zart jemals ein Mensch geboren ward,
Und daß ein Zeichen schön und klar im Himmelsraum erschienen war.
Sie sagten daß sie hoch und fern plötzlich erblickten einen Stern,
Und machten ruchbar laut und frei ,daß dies der Stern des Herren sei:
,,Sein Stern sich uns gezeiget hat,wenn wir auch irrten in der Stadt,
Wir sind gekommen anzubeten,daß seine Gnade wir anflehten.
So ist es denn im Osten fern daheim erschienen dieser Stern.
Lebt nun wohl einer hier im Land,dem davon etwas ist bekannt?
So viel wir Sterne auch gezählt,der hat bis jetzt uns stets gefehlt!
Derhalben glauben alle wir, ein neuer König zeigt sich hier.
Das haben Greise uns gelehrt zu Hause klug und hochgeehrt;
Nun bitten wir euch vorzutragen, was eure Bücher davon sagen.“
Als nun zum König selbst sofort die Kunde drang von diesem Wort,
Ward durch die Nachricht er sogleich von Angst erfüllt und schreckensbleic h,
Und auch so mancher Mann daraus viel Traurigkeit gewann.
Die hörten ungern und mit Schmerzen, was uns mit Freude füllt die Herzen.
Die weisen Schriftgelehrte n dort versammelten sich dann sofort
Und forschte, wo auf dieser Erde wohl Christ der Herr geboren werde,
Und wandten sich in diesen Tagen auch an die Priester mit den Fragen.
Doch mocht' er arm sein oder reich, stets lautete die Antwort gleich.



Sie nannten ihm sogleich die Stadt, wie's früher schon bezeuget hat
Vom alten Bunde manch Prophet, so wie es aufgeschrieben steht.
Als es ihm so ward offenbar, wo Christ der Herr geboren war,
Ersann er schnell und fürchterlich nun eine große Bosheit sich.
Er lies die Weisen zu sich kommen, von denen ihr durch mich vernommen,
Die fing er heimlich an zu fragen und ohne andern es zu sagen
Und forschte dann mit Emsigkeit nach dieses Sternes Ankunftszeit
Und bat sie selber zu ergründen, wo wohl das Kindlein sei zu finden.
„Vergeßt nicht, mir zu offenbaren den Weg, den dieser Stern wird fahren,
und reiset dann an jenen Ort und fraget nach dem Kindlein dort.
Wenn ihr dort angekommen seid, dann forscht nach ihm mit Emsigkeit
Und tut es schleunigst mir zu wissen, der Arbeit seid nur recht beflissen;
Ich bete ihn dann selber an, dazu riet mir gar mancher Mann,
Auf das ich selber danach strebe, daß ich dem Kind Geschenke gebe.“
Wie kläglich jener Mann da log und gegen Recht und Wahrheit trog!
Er wünschte, daß der Heiland stürbe, daß unser Segen so verdürbe!
Als sie gehört das Königs Wort und nach dem Ziele eilten fort,
Da zeigte ihnen sich von fern sogleich der wunderbare Stern!
Wie waren sie da hochentzückt, als sie ihn alsobald erblickt!
Erfreut versäumten sie es nicht, ihn zu behalten im Gesicht.
Er führte sie auch dorthin klar, wo Gottes Kind zu finden war,
Und da, wo ging des Sternes Bogen, sind sie ihm willig nachgezogen;
Da haben sie das Haus gesehn und nicht gezögert hinzugehn.
Da fanden sie denn auch geschwind die Mutter mit dem guten Kind
Und fielen eilig vor ihm nieder, die guten Männer, treu und bieder.
Sie beteten das Kindlein an und baten es um Gnade dann.
Sie öffneten darauf sogleich all ihre Schätze schön und reich,
Dieweil mit Recht sie Daran dachten, daß sie ihm ihre Gaben brachten:
Weihrauch und Myrrhen mußt' es sein, dazu daes Goldes heller Schein,
Das waren gar berühmte Gaben, sie wollten seine Huld gern haben.
Ich will der Wahrheit dies wohl gönnen:
Sie hätten mehr noch bringen können,
Doch so war es bestimmt den Leuten; es sollte Geistliches bedeuten.
Denn also wurde offenbar, wie's schon uns allen längst ist klar,
Daß diese wunderbaren gaben den Glauben selber in sic haben:





Daß er berühmt auf dieser Erde,ein Priester für uns alle werde
Und stamm'aus fürstlichem Geschlecht und schließlich für uns stürbe recht
Als nun die Weisen schlafend lagen,da wurde ihnen aufgetragen
Von Engeln,wie sie ohn'Bedenken in ihre Heimat sollten lenken,
Und das sie sich nicht unterfingen,dem Könige bescheid zu bringen,
Und das sie ja nicht dächten dran,das Heil zu sagen diesem Mann.
Drum fuhren die Genossen gern nach dieser Botschaft ihres Herrn,
Mit Schnelligkeit zurückgewandt,auf andrem Wege in ihr Land.

-Mystice-
(MYSTISCHE AUSLEGUNG)

Daran ermahnt uns diese Reise,daß auch wir selbst in gleicher Weise
Mit Eifer dafür Sorge tragen,das Land der Heimat zu erfragen .
Doch ist dies,glaub'ich,nicht bekannt:
Das Paradies wird es genannt,
Hoch rühmen ich es kann und muß,doch fehlet mir der Rede Fluß.
Und wenn auch jedes meiner Glieder Rede und Sprache gäbe wieder,
So hätt'ichs niemals unternommen,mit seinem Lob zu End'zu kommen.
Doch siehst du's nicht mit eignen Augen,was können meine Worte taugen?
Und selbst dann wird sehr viel dran fehlen,daß du es könntest hererzählen.
Dort gibt es Leben ohne Tod.
Licht ohne Finsternis und Not,
Dazu der Engel schöne Schar und sel'ge Minne immerdar.
Das haben selbst wir aufgegeben,des müssen wir in Trauer leben,
Und innen muß sich heimatwärts sich klagend sehnen unser Herz.
Sind wir doch selbst herausgegangen,in unserm Übermut befangen,
Denn uns verlockte leis und stille des Herzens eigner böser Wille.
Wir haben Schuld auf uns geladen,daß ist jetzt klar zu unserm Schaden.
Nun weinen wir im fremden Land,von Gott verstoßen und verbannt
Ja, unbenutzt liegt und verloren das Erbgut, das für uns erkohren.
Nichts nüzt uns dieses große Gut, das macht nur unser Übermut.
So wird denn ach! von uns entbehrt das Schöne, das uns war beschert,
Wir müssen bittre Zeiten dulden von nun an nur durch unsre Schulden.
Viel Leid ist uns und Not bekannt mit Schmerzen hier in diesem Land,
Voll Wunden sind wir und voll Pein um unsre Missetat allein,
Viel Elend und Mühseligkeit, das ist hier stets für uns bereit.
Zur Heimat können wir nicht reisen, wir jammervollen, armen Waisen.
O weh, du fremdes Schreckensland, wie hab' ich dich als hart erkannt!
Ach, wie so schwer ertrag' ich dich, das sage ich dir sicherlich!
Nur Müh' und Not wird dem gegeben, der nicht kann in der Heimat leben.
Ich hab's erfahren ja an mir, nichts Liebes fand ich je an dir.

Ich fand an dir kein ander Gut als Jammer und betrübten Mut,
Ein tief verwundet, wehes Herz und mannigfaches Leid und Schmerz!
Doch kommt uns einmal in den Sinn, daß uns verlangt zur Heimat hin,
Und hat sich unser Herz gewandt voll Sehnsucht nach dem Vaterland,
Dann fahren wir, wie jene Mannen, auf andrer Straße gleich von dannen,
Auf dem Weg, welcher führt allein in unser Vaterland hinein.
Doch ziemt nur dem der schöne Pfad, der selber reine Füße hat;
Wer diesen Pfad will wandeln froh, der Mann sei stets geartet so:
Du sollst besitzen rechte Güte und große Demut im Gemüte,
Und immer seien voller Liebe von nun an deines Herzens Triebe.
Zu deinem Heile sei bereit zu dauernder Enthaltsamkeit!
Gehorsam sei, dir selbst zuliebe, verachte deine schlechten Triebe!
Las von des Herzens Tugend nie, jedoch die Weltlust immer flieh!
Vermeid' die Lust der Gegenwart, dann winkt das Heil dir schönster Art
Das ist der andre Pfad, bedenke, auf diesen deine Schritte lenke.
Geh diesen Weg, ich kann dir's sagen, er wird dich in die Heimat tragen.
Und bist du erst dir selbst zum Frommen in deiner Heimat angekommen,
Wirst du an Gottes Huld dich laben und Schaden nicht zu fürchten haben!
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Zur Jagt

Mit Fug' und Recht ist dies mein Geschlaecht
Den Erd'rond zu richten - es gilt nicht mehr zu verzichten
Es gelte nicht Gnade nicht schuldige Not
Tu was du willst ist das ganze Gebot!
Denn mit Fug' und Recht richtet dies mein Geschlaecht
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. August 2009 um 18:38 Uhr
 

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