Argen­ti­nien sank­tio­niert US-​Agrarmulti Monsanto

 

Dienstag, 21. Februar 2012 | Argentinien |

 

Der US-​Agrarmulti Mons­anto, Her­steller von Saatgut und Agro­che­mi­ka­lien, darf 60 Tage lang kein Getreide aus Argen­ti­nien expor­tieren. Die argen­ti­ni­sche Steu­er­be­hörde hat dem Unter­nehmen die Strafe auf­er­legt, da eine Über­prü­fung ergab, dass Mons­anto fäl­lige Steuern nicht gezahlt hatte. Über die Höhe des Betrages wurde nichts bekannt. Bei Nicht­zah­lung oder Wie­der­ho­lung droht die Strei­chung aus dem argen­ti­ni­schen Register für Getreide-​Exporteure.

Mons­anto fällt immer wieder unan­ge­nehm auf

Erst vor wenigen Tagen hatte der Kon­zern mit Sitz in St. Louis (Mis­souri) bekannt­ge­geben, dass er die Inves­ti­tionen in Argen­ti­niens Nach­bar­land Para­guay ver­drei­fa­chen wolle. Negativ war Mons­anto kürz­lich dadurch in die Schlag­zeilen geraten, dass der argen­ti­ni­sche Ver­trags­partner Rural Power Arbeiter in skla­ve­n­ähn­li­chen Ver­hält­nissen auf den Fel­dern hielt. Ein uner­war­teter Besuch der Steu­er­be­hörde hatte den Skandal auf­ge­deckt. Die illegal beschäf­tigten Arbeiter mussten 14 Stunden pro Tag schuften und ihre Lebens­mittel zu über­teu­erten Preisen im Laden des Unter­neh­mens kaufen.

Der argen­ti­ni­sche Kon­gress hatte Ende 2011 die Geset­zes­lage für Land­ar­beiter unter anderem mit der Ein­füh­rung eines 8-​Stunden-​Tages ver­bes­sert. Bis dahin galt ein Gesetz aus der Zeit der Militärdiktatur.

 

Quelle: <http://womblog.de/argentinien-sanktioniert-us-agrarmulti-monsanto>


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