Löwenzahn - der Ginseng Europas

 

„Gegen das aber, was man im Überfluss hat, wird man gleichgültig; daher kommt es auch, dass viele hundert Pflanzen und Kräuter für wertlose Unkräuter gehalten und mit den Füßen zertreten werden, anstatt dass man sie beachtet, bewundert und gebraucht.“

Sebastian Kneipp

 

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) - ein schier unverwüstliches und hartnäckiges Kraut, das aus beinahe jeder Ritze im Asphalt wächst und der sommerlichen Hitze und Trockenheit trotzt. Auch lange, frostige Winter können ihm nichts anhaben, im Frühjahr gehört er zu den Ersten, die sich in frischem Grün zeigen.
Löwenzahn2Er erfreut mit seinen Pusteblumen kleine und große Kinder, die seine reifen Samen von den Blütenstängeln pusten und die mit ihren kleinen Fallschirmchen davonfliegen. Schon mancher Gärtner schien an ihm zu verzweifeln, da es ein fast aussichtsloses Unterfangen ist, ihn aus dem Garten zu verbannen.
Doch wer den Löwenzahn als Unkraut schimpft, der hat noch nicht erkannt, was er in Wirklichkeit ist: Ein Wunderkraut, das nicht nur Krankheiten heilt, sondern als regelmäßig (kurmäßig) verzehrtes Lebensmittel hilft, unsere Gesundheit zu bewahren und zu schützen.
 
Löwenzahn hat positiven Einfluß auf sämtliche Organe, die an der Verdauung beteiligt sind. Er steigert die Magensaftsekretion, wirkt appetitanregend und krampflösend bei Blähungen und Völlegefühl. Er regt die Galleproduktion an und verbessert den Fettstoffwechsel. Daher ist bei Problemen mit der Leber oder der Galle die Heilpflanze der 1. Wahl. Er stärkt die Nieren, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Milz, den Darm und den Magen und hilft außerdem, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen. Sogar gegen Steinleiden, wie Gallenstein- und Nierensteinbildung ist er zu empfehlen. Löwenzahn stärkt unsere Lebenskräfte. Nicht umsonst gilt er als europäischer Ginseng, ein wahres Aufbau-Tonikum – mit hervorragender Wirkung bei sämtlichen Schwächezuständen!
Auch bei hohen Blutzuckerwerten, ja sogar bei Diabetes kann Löwenzahn regulierend wirken.
 
Seine diuretische Wirkung (harntreibend) ist eine hervorragende Alternative zu chemischen Mitteln (im Volksmund oft als „Wassertabletten“ bezeichnet). Synthetische Diuretika leiten nicht nur Wasser aus dem Körper, sondern schwemmen auch lebensnotwendige Mineralstoffe hinaus. Der Löwenzahn hingegen wirkt zwar ebenfalls harntreibend, versorgt jedoch den Organismus gleichzeitig mit wichtigen Mineralstoffen, im Besonderen mit Kalium, so dass die Verwendung von Löwenzahn - im Gegensatz zu chemischen Diuretika - zu keinem Mineralstoffmangel führen kann.
 
 
Auch bei äußerlicher Anwendung bewährt sich Löwenzahn durch antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. So kann er zur Behandlung und zur Heilung von Wunden genutzt werden und Infektionen verhindern. Auch bei Insektenstichen oder –bissen können durch das Auftragen des Pflanzensaftes aus dem Stängel oder der Wurzel, Schmerzen und auftretender Juckreiz gelindert werden.
Löwenzahn1Nicht nur als Therapeutikum bei verschiedensten Beschwerden, sondern auch als wahre „Urnahrung“ bietet sich Löwenzahn an. Als Lebensmittel versorgt er uns mit einem Vielfachen an Vital- und Mineralstoffen. Rund vierzigmal so viel Vitamin A, neunmal so viel Vitamin C, das Vierfache an Vitamin E, das Achtfache an Calcium und dreimal so viel Eisen enthält Löwenzahn gegenüber dem Kopfsalat. Auch Kalium, Spurenelemente und äußerst wichtige und für einen gesunden menschlichen Organismus nötige Bitterstoffe runden seine Inhaltsstoffe ab. Daher sollte er als gesundes, prophylaktisches (vorbeugendes) Lebensmittel einen fixen Bestandteil in unserer Ernährung haben.
 
Der hervorragend schmeckende Löwenzahn kann auf verschiedenste Weise genossen werden:
 
Seine Blätter können zu Salat, Gemüse, Pesto, Suppe, Saft und grünen Smoothies bereitet werden.
Die Blüten lassen sich zu Löwenzahnblüten-Marmelade oder Honig verarbeiten, oder können auch als essbare Dekoration für verschiedenste Gerichte dienen.
Die Wurzel ist am gehaltvollsten an Wirkstoffen, deshalb empfiehlt sich die Zubereitung von Tee aus ebendieser. Im Frühjahr vor der Blüte gesammelte Löwenzahnwurzeln werden gesäubert, fein geschnitten an einem luftig-warmen Ort getrocknet. Von diesen trockenen Wurzeln setzt man etwa 1 Teelöffel mit kaltem Wasser an, lässt kurz aufkochen und 10 Minuten ziehen.
 
 
 
Löwenzahn3
 Für einen heilsamen Löwenzahnschnaps gibt man frisch gewaschene und klein geschnittene Wurzeln in eine Flasche, halb voll mit Wurzelstückchen und gießt komplett mit Schnaps (Korn) auf. Für sechs Wochen an einem sonnigen, hellen Ort ziehen lassen und öfters schütteln – fertig!
Löwenzahnkaffee: Schon eine Tasse täglich kann viel Gutes bewirken. Die zerkleinerten und getrockneten Wurzeln in einer Pfanne ohne Öl unter ständigem Rühren rösten. Anschließend werden die gerösteten Stückchen zu „Kaffeepulver“ in einer Kaffeemühle gemahlen. Pro Tasse nimmt man etwa 1 Teelöffel Pulver, das man kurz aufkocht und ca. eine halbe Minute ziehen lässt (oder auch länger – ganz nach Geschmack).
Löwenzahnmarmelade: Verwenden Sie 3 Handvoll frische, aufgegangene Löwenzahnblüten (am besten bei Sonnenschein um die Mittagszeit geerntet), 1 Bio-Zitrone, 1 Packung Gelierzucker 1:3, 1,2 l Wasser. Verwendet werden die gelben Kelchblätter, welche von den Körbchen gezupft wurden. Diese werden mit Wasser übergossen und anschließend gibt man die in Scheiben geschnittene Zitrone bei. Das Ganze aufkochen und ca. 10 Min. köcheln lassen. Abgedeckt über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag die Masse mit einem Pürierstab zerkleinern und den Gelierzucker zugeben. Kurz aufkochen (4-5 Min.) und in saubere Gläser abfüllen.
 
Und noch ein Rezept für Löwenzahnblüten-Honig: 200 Löwenzahnblüten ohne Stiel, 1 Vanilleschote, 2 EL Zitronensaft, 1 Liter Wasser,1 kg Rohrrohzucker. Die Blüten in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zitronensaft und Vanillemark sowie die ausgekratzte Schote dazu geben. 45 Minuten kochen und anschließend über Nacht ziehen lassen. Die Blüten durch ein mit einem Küchentuch ausgelegten Sieb abschütten und auspressen. Den Saft mit dem Zucker rund 1 1/2 Stunden kochen lassen. In saubere Marmeladegläser füllen. Mit dem Deckel verschließen und auf den Kopf gedreht abkühlen lassen.
 
Natürlich finden sich in Apotheken und Reformhäusern Löwenzahnsaft und Tees für jene, die nicht die Möglichkeit oder Gelegenheit haben, Löwenzahn selbst zu sammeln und zu verarbeiten. Auch kann und muß eine kurmäßige Anwendung nicht nur aus Tee – oder Saft bestehen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten eine unserer wertvollsten Heilpflanzen auch als tägliches Lebensmittel zu genießen, unserer Kreativität, den Löwenzahn in unseren Küchen als fixen Bestandteil unserer Ernährung einfließen zu lassen, sind kaum Grenzen gesetzt, und unser Körper wird es uns danken!

 

 

 

Alles ist Schwingung – und somit veränderbar!

In diesem Sinne wünschen wir:

Denken Sie positiv, trinken Sie regelmäßig ausreichend gutes Wasser, fühlen Sie sich gut !

Heil und Segen, Ihre Thule-Gesellschaft!                                                                        Nimue von Avalon

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