ABBADDONS TAGWERK

ABBADDONS TAGWERK

Nichts ist so wie es erscheint,
was lebt nicht mehr den Tod beweint,
verdorrtes füllt sich nicht mit Nass,
auch wenig ist zumindest WAS!

Wer in der Sehnsucht sich verliert,
sorgt dafür das Liebe selbst gebiert,
wenn unerfüllt – den Hass als Kind,
der sich weiter fort trägt wie der Wind!

Tief im Innern wohnt das Tier,
das getrieben wird von GIER,
und das heraufkommt in der Nacht,
wenn der Dämon in mir erwacht!

Wenn die Arme Flügel werden,
wenn Finsternis regiert auf Erden,
wenn meine Hörner wachsen grade,
ist nichts mehr mir zu schade!

Wenn Schwefel meinen Leib umfängt,
und man mich an höchste Zinne hängt,
wenn mein Bocksfuß Erd berührt,
nur ein wenig Trug zum Ruhme führt!

Der Ziegenkopf schaut aus mir raus,
ich weis nun nicht mehr ein und aus!
So forder ich, was mir zusteht:
Denn ich weis, wie´s wahrhaft geht!

Für alles Böse nimmt man mich,
für jede Lüge selbst da stehe ich!
Was Menschen tun in meinem Namen,
Humanismus selbst: kennt kein Erbarmen!

Perversion und Massenmord,
wird gelehrt durchs meine Wort?
Untat, Lug und der Verrat,
aus mir doch seinen Ursprung hat?

Jeder schiebt es gern auf mich,
weil ich das Böse ewiglich!
Weil ich der Inbegriff der TAT,
und was der Mensch getaen hat!

Blut fließt nur durch meinen Willen,
durch des Altares Opferrillen!
Fließt er hin zum Feuer gar,
erfüllt den Geist doch immerdar!

Für jede Bosheit bin genannt,
die Mensch erschuf und je gekannt!
Für Neid und Gier gibt man mir Schuld!
Und selbst dem Trieb der Ungeduld!

Doch leid bin ich der Menschen Schaffen,
drum werde nun dahin sie raffen!
Bin nicht mehr länger Sündenbock,
bin nun Knute, Schwert und Stock!

Verbinde mich nun mit REINEM LICHT,
doch die Menschen, sie verstehn es nicht!
So geb ich auf nun all mein Tun,
und vom VERLEUMDEN werde ich nun ruhn!

Lass in den FEUERSEE mich fallen
Werde letztes Mal die Fäuste ballen,
letztes Mal die WORTE sprechen,
die jeden BANN für immer brechen!

GEHÖRNTER will ich nicht mehr sein,
Flammenhöll, seist nun ALLEIN!
GUT und BÖSE wohnt in ALLEN,
dieses Wort wird nie verhallen!

Und wer von nun an ruft den NAMEN,
mit dem hats Schicksal kein ERBARMEN!
Wer in meinem NAM Schandtat begeht,
wird von der ERD dann weg geweht!

Und mein Feuer zerrt an seinen GLIEDERN,
wie es gesagt in alten LIEDERN!
UNTERGANG, nun fängt es an:
SO vergehe ich, genannt S...n!

So trag die Kette ich allein,
die nun wird mir Verhängnis sein,
verbann mich selbst von diesem Ort,
gesprochen durch das eigne Wort!

So wandle mich nun selbst zum LICHT,
die DUNKLE SAAT bemerkt es nicht!
Das kein Meister mehr in ihren REIHEN,
der Menschenvolk konnt je entzweien!

Aus APOLLYON nun wird der APOLL,
das Maß der Zeit, nun ist es voll!
Schlüssel, Kette, liegt bereit,
zu binden MICH in EWIGKEIT!

DUNKLER TEIL von mir fährt NIEDER,
in 1000 Jahr´n erst KEHR ich wieder!
So mach ich Platz für den KRISTALL,
der nun regiert das weite ALL!

DUNKELHEIT mich nun umgibt,
weil der Vater mich NUN liebt,
weil verlorner SOHN kehrt heut zurück,
beschert der WELT erneut das Glück!

BLUTESLINIEN finden ENDE,
in kurzer Zeit vollzieht sich WENDE!
FREIE MAURER zum Licht sich wenden,
und falsches Tun hernach beenden!

Der Schlange Bruderschaft erneut entsteht,
wenn SANTUR sich ums ZENTRUM dreht!
DUNKLE Scharen werden SCHWINDEN,
werden BOSHEIT, NEID dann überwinden!

Beendet wird hernach die GIER,
wenn im Mensch stirbt NUN das Tier!
6x6x6 ist Zeit,
in der endet jetzt die Ewigkeit!

216 Jahre dunkle Macht,
hat im Mensch nun Wut entfacht,
so kommt zum ENDE nun der KRIEG,
Denn LIEB allein, verhilft zum SIEG!

ASCHARTASCHLAR ein letztes Mal,
beendet heut was führt zur QUAL!
Auch wenn sie meine NAMEN rufen,
werden starr sein meine Starken Hufen!

Meine Flügel selbst stehn endlich stille,
erfüllt hat sich ALLVATERS Wille!
Der Dreizack ruht an alter Stelle,
MEIN Auge liegt nun in der Quelle!

Statt WODAN gebe ich´s als PFAND,
damit FRIEDENSREICH nun find Bestand!
1000 Jahr zählt es von HEUTE an :
Goldne ZEIT WIRD HOCH-ZEIT dann!

ASASEL-SETH, der SÜNDENBOCK, Herr der WELTEN, Größter Baumeister aller Baumeister! Durch GALDRUMAR, im Jahr des ZORNS und der Sehnsucht, Gilbhart 9. Tag!

Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
an deines Volkes Aufersteh’n;
Laß diesen Glauben dir nicht rauben,
trotz allem, was gescheh’n.
Und handeln sollst du so als hinge
von dir und deinem Tun allein
das Schicksal ab der deutschen Dinge
und die Verantwortung wär dein. 

Johann Gottlieb Fichte

Gedichte