Winterschöne Heimat

 

Erich Limpach

Winterschöne Heimat

Ein Schweigen liegt ob winterweißem Land,
das ist so tief und heil`ger Schönheit voll,
daß es bezaubernd Herz und Seele bannt
und niemand weiß, wie er es deuten soll.

Die Berge ragen schneebedeckt empor,
die Bäume stehn von schwerer Last geneigt,
aus engen Tale blickt ein Dorf hervor,
wo leichter Rauch verträumt zum Himmel steigt.

So nah scheint alles und ist doch so weit,
gemahnt an das, was unergründlich ist-
und ich erkenne in der Einsamkeit,
es ist die Heimat, die mich schweigend grüßt.

Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
an deines Volkes Aufersteh’n;
Laß diesen Glauben dir nicht rauben,
trotz allem, was gescheh’n.
Und handeln sollst du so als hinge
von dir und deinem Tun allein
das Schicksal ab der deutschen Dinge
und die Verantwortung wär dein. 

Johann Gottlieb Fichte