Deutsche Sparer sollen Enteignung hinnehmen

Diese Forderung des Internationalen Währungsfonds hat es in sich: Die Deutschen sollen sich trotz Nullzinsen auf steigende Preise einstellen – für längere Zeit. Nur so sei eine Erholung der Euro-Zone möglich.

Für viele deutsche Sparer ist das ein Schock: Sie sollen sich trotz Nullzinsen mit stärker steigenden Preisen abfinden – und zwar für längere Zeit. Dies fordert niemand Geringeres als der Internationale Währungsfonds (IWF). Die Institution aus Washington hatte bereits Anfang des Jahres klar gemacht, dass in ihren Augen manche Mitglieder der europäischen Währungsunion eine Inflationsrate von mehr als zwei Prozent bräuchten.

Nun wird der IWF in seiner Forderung noch brutaler: Länder wie Deutschland müssten Inflationsraten von mehr als zwei Prozent über einen „anhaltenden Zeitraum akzeptieren“, so der Fonds. Für die deutschen Sparer ist das eine Katastrophe: Ihr Vermögen würde auf Grund der Minizinsen stark schrumpfen – und das möglicherweise über viele Jahre.

Doch möglicherweise ist dies unausweichlich. Laut dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger sei nur durch stärkere Preissteigerungen in Deutschland eine Erholung in der ganzen Währungsunion möglich.

„Länder wie Griechenland, Spanien oder Portugal müssen wieder wettbewerbsfähig werden. Das können sie nur durch Reformen und niedrigere Preise“, so der Würzbürger Ökonom. „Länder wie Deutschland mit einer gut ausgelasteten Wirtschaft müssen hingegen eine höhere Inflationsrate hinnehmen“, stützt Bofinger die Argumentation des IWF.

EZB muss lockere Geldpolitik fortsetzen

„Strebt die EZB für den Durchschnitt des Euroraums eine Inflation von knapp zwei Prozent an, dann liegen einige Länder zwangsläufig darüber und andere darunter“, sagt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Das sei eine Selbstverständlichkeit.

Für Bofinger hat Deutschland damit den Schlüssel für den Ausstieg der Europäische Zentralbank (EZB) aus der Nullzinspolitik in der Hand. Steigt die durchschnittliche Inflationsrate, können auch die Zinsen wieder steigen.

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article165603770/Deutsche-Sparer-sollen-Enteignung-hinnehmen.html & Weiterlesen >>>

Kommentare   

+5 # berger 2017-06-19 10:24
Diese IWF hat doch in den letzten Jahren das Vermögen der Leute in Europa und vornehmlich in Germany schon
3 mal gestohlen, reicht es denen immer noch nicht?
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+3 # Lebensstern 2017-06-20 18:37
Das ist äußerst Kontraproduktiv die Preise zu erhöhen, obwohl im vergangenen Jahr Überschüsse erwirtschaftet wurden. Die Forderung nach einer höheren Inflationsrate sollten eher die treffen die für diesen ganzen Schlamassel mitverantwortlich sind. Man müsste meinen Griechenland hätte gelernt, aber das ist ein Irrtum. Die Entscheidung in der Zone zu verbleiben bringt jetzt die Normalen Menschen an den Rand der Existenz. Die EU das Fass ohne Boden muss Rückgängig gemacht werden.

" GLOBALISMUS IST EINE MARXISTISCHE SEUCHE UND DIE MEDIZIN DAGEGEN IST GESUNDER NATIONALISMUS, PATRIOTISMUS UND KONSERVATISMUS."
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0 # Josef57 2017-06-22 09:00
@berger,
jetzt weiß du woher Rothshield seine Billionen her hat.
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