Neuer Kampfjet bringt Deutschland die Atombomben-Frage

Airbus arbeitet am Vorschlag für einen neuen europäischen Bomber. Geklärt werden muss noch, ob er auch Atombomben abwerfen können soll. Wäre das der Fall, bekämen die USA alle Geheimnisse.

Europa nimmt einen neuen Anlauf, seine von nationalen Interessen geprägte Rüstungsindustrie zu vereinheitlichen. So hofft Airbus darauf, dass es mittelfristig in Europa nicht mehr die Vielfalt an Kampfjets und Bombern geben wird, die sich gegenseitig bei Exportkampagnen Konkurrenz macht. Vielmehr sollte es wie in den USA nur noch ein paar wenige große Anbieter geben – und Airbus möchte dabei zu den Siegern zählen.

Der Konzern hat bereits vor Monaten ein Konzept für einen Nachfolger des Bombers Tornado sowie irgendwann auch des Eurofighters unter den Stichworten Future Combat Air System (FCAS) oder Next Generation Weapon System (NGWS) vorgelegt. Wie die WELT bereits im Januar berichtete, ist es ein Gesamtszenario, in dem ein bemannter Kampfjet zusammen mit Drohnen und Satellitenanbindung seine Missionen fliegt.

Dabei sind jedoch noch viele Schlüsselfragen ungelöst: Wer beteiligt sich an der mehrere Milliarden Euro teuren Entwicklung und dem Bau? Und soll der Jet auch Atombomben tragen können wie bisher der Tornado? Oder wird die Luftwaffe dafür das US-Modell F-35 von Lockheed Martin bestellen? Die F-35 wäre für Atombomben ausgelegt.

Nach den Airbus-Plänen sollten sich Deutschland, Frankreich und Spanien an dem Projekt des neuen europäischen Militärjets beteiligen. Nach Airbus-Angaben benötigen die deutsche und die spanische Luftwaffe über 100 neue Kampfflugzeuge. Sie würden den Kern des neuen FCAS-Waffensystems bilden und „ab 2035 die alternden Tornado- und F-18-Flotten der Bundeswehr beziehungsweise der spanischen Luftwaffe ersetzen und den Eurofighter ergänzen“, heißt es in der Airbus-Rüstungssparte. Offensichtlich beziehen sich die Planer auf die mittlerweile stark geschrumpfte Tornado-Flotte bei der Bundeswehr. Von den zwischen 1981 und 1992 insgesamt 357 ausgelieferten Modellen sind nur noch 83 im Einsatz.

Deutschland darf laut Völkerrecht keine Atombomben besitzen

Quelle https://www.welt.de/wirtschaft/article165459101/Neuer-Kampfjet-bringt-Deutschland-die-Atombomben-Frage.html & Weiterlesen >>>

Kommentare   

+1 # Sabine Maier 2017-06-13 00:39
Wiese "bekämen die USA alle Geheimnisse"?

Sehen wir davon ab, dass die USA versuchen werden, sich die Geheimnisse zu holen. Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage werden alle größeren Unternehmen in Europa von einer der vier großen ("the big four") US-"Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" durchleuchtet; aufgedrängtes Fremdkapital (bei Nichtannahme Verleumdung und Boyokott) gibt den Globalbanken die Möglichkeit zum Mitkassieren und Mitmischen; US-Investmentfondsgesellschaften wie Black Rock setzen ihre Vertreter in die Aufsichtsräte.

Frankreich hat doch eigene Atombomben. Müssen die USA deren Technologie und Abschussbasen kennen?
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+3 # berger 2017-06-13 09:08
Wer leitet eigentlich die Firma AIRBUS? Es sind immer
die Kriegstreiber jenseits des Atlantik mit einigen hö-
rigen Okupanten.Laut UN darf das Land, das sich
Deutschland nennt keine Waffen besitzen, vergessen!
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0 # Emma D. 2017-06-15 20:17
Einige öffentlich bekannt gegebene Daten zu Airbus: airbusgroup.com/.../... zbd und www.airbus.com/.../management-overview
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